Vor 50 Jahren: Die „Rudel-Affäre“ führt zur Entlassung von zwei Generalen
Die Teilnahme des Fliegerasses Hans-Ulrich Rudel an einem Traditionstreffen ehemaliger Angehöriger des Schlachtgeschwaders 2 „Immelmann“ der Wehrmacht auf dem Fliegerhorst Bremgarten im Oktober 1976 führte zu einem handfesten politischen Skandal in der Bundesrepublik Deutschland.
Die Bundeswehrgenerale Walter Krupinski und Karl-Heinz Franke hatten Rudel eingeladen und im Nachgang die „NS‑Vergangenheit“ Rudels mit der kommunistischen Vorgeschichte des SPD-Politikers Herbert Wehner verglichen. Aufgrund des Vergleiches von Rudel mit Wehner entschied Verteidigungsminister Georg Leber am 1. November 1976, die beiden Generale im Oktober in den einstweiligen Ruhestand versetzen zu lassen. Bundespräsident Walter Scheel folgte der Aufforderung Lebers, obwohl er selbst im Zweiten Weltkrieg als Pilot geflogen war. Genehmigt hatte die Veranstaltung der Staatssekretär im Bundesverteidigungsministerium Hermann Schmidt (SPD), der ebenfalls aus dem Amt scheiden mußte.

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