Vor 85 Jahren: Panzer-As Ulrich Kleemann wird Generalmajor

Vor 85 Jahren: Panzer-As Ulrich Kleemann wird Generalmajor
Foto: Schierbecker / Wikimedia Commons (CC BY-SA 4.0)

Ulrich Kleemann wurde am 23. März 1892 im thüringischen Langensalza geboren. Am 23. Oktober 1911 trat er als Fahnenjunker in das 2. Badische Dragoner-Regiment Nr. 21 ein. Seit dem 16. Juni 1913 Leutnant, kämpfte er mit seiner Einheit bis zu einer Verwundung. Nach der Genesung beim Reserve-Infanterie-Regiment 83 eingesetzt, kehrte er nach einer weiteren Verwundung zu seinem alten Dragoner-Regiment zurück. Am 18. Juni 1916 zum Oberleutnant befördert, wurde der mehrfach ausgezeichnete Offizier in die Reichswehr übernommen, wo er weiterhin bei der Kavallerie diente.

Am 1. Oktober 1923 erfolgte beim Reiter-Regiment 18 seine Beförderung zum Rittmeister. Anschließend diente Kleemann ab 1930 im Stab des Standortkommandanten von Ludwigsburg. Seit dem 1. August 1933 Major, kam er im Oktober 1933 in den Stab des 15. (Preußischen) Reiter-Regiments 15. Es folgte ab dem 1. Oktober 1934 eine Verwendung als Kommandeur im Reiter-Regiments Erfurt. Aus dieser Einheit wurden am 15. Oktober 1935 drei Kradschützen-Bataillone gebildet. Kleemann, der das Kradschützen-Bataillon 1 übernahm, wurde am 1. März 1936 zum Oberstleutnant befördert.

Am 1. Januar 1938 stieg er zum Kommandeur des Schützen-Regiments 3 auf. Seit dem 1. Oktober 1938 Oberst, kämpfte Kleemann im Rahmen der 3. Panzer-Division in Polen. Am 4. Dezember 1939 zum Kommandeur der 3. Schützen-Brigade ernannt, folgten der Westfeldzug und der Krieg gegen die Sowjetunion. Im Bereich der Heeresgruppe Mitte nahm er am schnellen Vormarsch teil. Nachdem er im Raum Smolensk mehrere Flußübergänge genommen hatte, die maßgeblich zur Einkesselung sowjetischer Großverbände beitrugen, wurde Ulrich Kleemann am 13. Oktober 1941 das Ritterkreuz verliehen, und er am 1. November 1941 zum Generalmajor befördert. Nach drei Monaten in der Führerreserve fungierte er ab dem 10. April 1942 als Kommandeur der 90. leichten Infanterie-Division in Afrika. Er führte diese bis nach El Alamein und wurde am 8. September 1942 schwer verwundet, als sein Fahrzeug auf eine Mine fuhr.

Nach seiner Genesung diente er vom 28. Mai 1943 bis zum 31. August 1944 als Kommandeur der Sturm-Division „Rhodos“. Seit dem 10. Juni 1943 Generalleutnant, kämpfte er erfolgreich auf den griechischen Inseln, so daß er am 13. September 1943 als 304. Soldat der Wehrmacht mit dem Eichenlaub ausgezeichnet wurde.

Ab dem 18. September 1944 führte er das LXXXXI. Armeekorps in Griechenland und Jugoslawien sowie ab dem 11. Oktober 1944 das IV. Panzer-Korps in Ungarn. Am 20. Oktober 1944 zum General der Panzertruppe befördert, führte er das am 28. November 1944 in Panzer-Korps „Feldherrnhalle“ umbenannte Korps bis Kriegsende. Ulrich Kleemann war bis 1947 in Gefangenschaft und starb am 1. Januar 1963 in Oberursel bei einem Autounfall.

General der Panzertruppe Ulrich Kleemann

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