Oktober 1943: Die 14. Panzer-Division wird neu aufgestellt
Die Verschmelzung von zwei Truppenkörpern bringt oft eine völlig neue Einheit hervor, so wie es nicht selten bei der Wehrmacht und ihren Panzer-Divisionen geschah. Im Raum Dresden (Wehrkreis IV) entstand etwa aus Teilen der 4. Infanterie-Division und der 4. Panzer-Division im Sommer 1940 die neue 14. Panzer-Division. Erster Kommandeur war niemand geringeres als der bekannte (damalige) Generalmajor Heinrich von Prittwitz und Gaffron. Da man über erfahrene Truppen verfügte, mußten „nur“ die beiden Körper zu einem neuen zusammengeschweißt werden, was zügig gelang. So konnte man die Panzersoldaten der 14. Panzer-Division schon im April 1941 nach Westungarn verlegen und sie anschließend auch in den Balkanfeldzug schicken. Über die Drau rollten die Landser auf Zagreb zu und marschierten weiter über Dubrovnik und Sarajewo bis zum Ivan-Paß. Nach dem Rückmarsch erfolgte die Auffrischung in Döberitz. Auch beim Angriff auf die Sowjetunion waren die 14er mit von der Partie. Im Rahmen der Panzergruppe Kleist brauste die Panzer-Division in das riesige Land hinein. Schitomir, Kirowograd oder auch Kiew sind nur einige Stationen, an denen die Landser zu Beginn des Ostfeldzuges in Kämpfen standen. Im Oktober erfolgte der Vorstoß auf Taganrog und weiter auf Rostow. Dort kam es zu harten Gefechten mit der Roten Armee, denen später der Rückzug auf den Mius-Abschnitt folgte.
In diesem Raum fochten die deutschen Soldaten dann bis in den März 1942 hinein. Im April erfolgte die Auffrischung der Division. Gefechte um Charkow schlossen sich an. Darauf folgte eine Offensive im Rahmen der 1. Panzer-Armee zum unteren Don und dann im Rahmen der 4. Panzer-Armee der Stoß zur Wolga. Große Teile des Verbandes wurden in Stalingrad eingeschlossen. Die Kameraden außerhalb des Kessels bauten an Don und Tschir eine neue Abwehrfront auf. Der Großteil der 14. Panzer-Division ging 1943 im Kessel von Stalingrad unter. Aus Urlaubern, Verletzten und anderen Überlebenden, ergänzt durch neue Soldaten und Gerät, stellte man die 14. Panzer-Division in Frankreich neu auf. Mitte Oktober 1943 verlegte man die neue Division an die Ostfront zurück in den Raum von Kiew.
Das Jahr 1944 brachte als erste Aufgabe die Schlacht um Kirowograd. Bei Lelowka eingeschlossen, gelang dort der Ausbruch, während später Teile des Verbandes in den Kessel von Tscherkassy gerieten. Bei den folgenden Rückzugskämpfen ging es bis an den Dnjestr zurück. In Bessarabien erfolgte eine weitere, erneute Auffrischung. Die einsetzenden Gefechte im Dnjestr-Bogen forderten derart hohe Verluste, daß die Division erneut aufgestockt werden mußte, brauchte es mehrere Monate, um wieder einsatzfähig zu werden. In den Raum Schaulen bei der Heeresgruppe Nord verlegt, schlossen sich Gegenangriffe im Gebiet der Düna diesmal an. An den ersten drei Kurland-Schlachten 1944 war die Division beteiligt, ebenfalls an der 4. und 5. Kurland-Schlacht 1945. Im Raum von Jevenieki zur Auffrischung und als Reserve der 18. Armee verblieben, erfolgte die Kapitulation der 14. Panzer-Division.

Bildquelle: Bundesarchiv, Bild 101I-748-0088-02A/Schmidt/Geyer/CC-BY-SA 3.0
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