Fregattenkapitän Franz Kohlauf erhält Ritterkreuz

Fregattenkapitän Franz Kohlauf erhält Ritterkreuz
Foto: A_Different_Perspective / Pixabay (Pixabay-Lizenz)

Franz Kohlauf wurde am 3. Dezember 1910 im schwäbischen Klosterbeuren geboren. Am 23. Januar 1933 trat er in die Reichsmarine ein und absolvierte die Offiziersausbildung. Seit dem 1. April 1935 Leutnant zur See, diente er zunächst bei den Torpedobooten und bis September 1935 auf dem Panzerschiff „Admiral Scheer“. Anschließend kehrte er zu den Torpedobooten zurück, wo er als Wachoffizier auf „Leopard“ eingesetzt wurde. Am 1. April 1937 zum Oberleutnant zur See befördert, folgte am 16. Mai 1937 die Versetzung als Gruppenoffizier an die Marineschule Flensburg-Mürwik.

Nach der Beförderung zum Kapitänleutnant am 1. April 1939 übernahm Kohlauf zwei Tage später das Torpedoboot „Jaguar“ als Kommandant. Zu Beginn des Zweiten Weltkriegs war das Boot in der Nordsee bei Minenoperationen sowie im Geleit- und Sicherungsdienst eingesetzt. Am 13. Oktober 1939 übernahm Kohlauf das Torpedoboot „Seeadler“, mit dem er die gleichen Aufgaben zu bewältigen hatte. Am 6. Dezember 1939 mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet, konnte Kohlauf kurz darauf mit „Seeadler“ und „Jaguar“ im Skagerrak sechs Handelsschiffe aufbringen. Während des Unternehmens „Weserübung“ nahm „Seeadler“ an der Besetzung von Kristiansand teil. Am 20. April 1940 wurde Kohlauf das Eiserne Kreuz 1. Klasse verliehen. Am 20. Mai wechselte er für drei Monate als 2. Admiralstabsoffizier zum Führer der Torpedoboote. Am 16. August 1940 kehrte er auf „Seeadler“ zurück. Mit dem Boot operierte er bis Januar 1942 im Westraum und zeitweise in der Ostsee. Nach einer Kur kam Kohlauf am 10. März 1943 erneut in den Stab des Führers der Torpedoboote. Am 26. Juni 1943 wurde er Chef der 3. Torpedobootsflottille. Während ein Teil der Boote im Westraum verblieb, verlegte der andere Teil in den Nordraum zur Sicherung schwerer Seestreitkräfte. Seit dem 1. Juli 1943 Korvettenkapitän, übernahm Kohlauf am 18. September 1943 die 4. Torpedobootsflottille im Westraum. Am 23. Oktober 1943 stieß Kohlauf mit seinen fünf Zerstörern vor der nordbretonischen Küste auf einen britischen Flottenverband mit einem Leichten Kreuzer und sechs Zerstörern. Während des Gefechts konnten der Kreuzer „Charybdi“ sowie der Zerstörer „Limbourne“ versenkt werden. Für diesen erfolgreichen Einsatz, bei dem kein deutsches Schiff verlorenging, verlieh man Franz Kohlauf am 29. Oktober 1943 das Ritterkreuz.

Am 25. April 1944 lief Kohlauf von St. Malo mit drei Booten zu einer Minenoperation nordwestlich der Les Sept Iles aus. Anschließend kam es am 26. April zu einem Gefecht mit dem britischen Kreuzer „Black Prince“ und vier Zerstörern. Das Führerboot T 29 wurde vom kanadischen Zerstörer „Haida“ torpediert und sank mit 135 Mann. Unter den Gefallenen befand sich auch Franz Kohlauf, der posthum am 17. September 1944 zum Fregattenkapitän befördert wurde.

Fregattenkapitän Franz Kohlauf

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