Vor 85 Jahren: General der Infanterie Otto Hitzfeld erhält das Ritterkreuz
Otto Maximilian Hitzfeld wurde am 7. Mai 1898 in Blasiwald/Gemeinde Schluchsee geboren. Nach der Primareife trat er am 18. Januar 1915 als Freiwilliger in das Heer ein. Seit dem 18. Februar 1916 Leutnant, bewies Hitzfeld immer wieder besondere Tapferkeit. Viermal verwundet und mehrfach ausgezeichnet, erfolgte seine Übernahme in die Reichswehr. Seit dem 1. April 1925 Oberleutnant, stieg er am 1. April 1932 zum Hauptmann auf. Er übernahm anschließend die 4. (MG-)Kompanie des Infanterie-Regiments 35 in Tübingen. Am 1. April 1936 zum Major befördert, studierte er von 1936 bis 1938 Geschichte, Philosophie und Religionswissenschaften. Anschließend diente er als Adjutant an der Kriegsschule Wiener Neustadt. Seit dem 1. August 1939 Oberstleutnant, wurde Hitzfeld im November 1939 Kommandeur des III. Bataillons des Infanterie-Regiments 158, das im Rahmen der 82. Infanterie-Division im Westfeldzug zum Einsatz kam. Mit der Aufstellung des Infanterie-Regiments 593 wurde Hitzfeld am 15. November 1940 dessen Kommandeur. Nach der Ausbildung kam die Einheit zur Sicherung der Kanalküste im Raum Caen zum Einsatz.
Am 13. Juli 1941 übernahm Hitzfeld das Infanterie-Regiment 213, das im Bereich der Heeresgruppe Süd kämpfte. In der Landenge von Perekop hatte die Rote Armee eine Verteidigungslinie eingerichtet, die Hitzfeld mit seinem Regiment durchbrach. Hierfür wurde ihm am 30. Oktober 1941 das Ritterkreuz verliehen. Seit dem 1. Januar 1942 Oberst, hatte er mit seinen Männern weitere schwere Kämpfe auf der Krim zu bestehen. Die Rote Armee versuchte mit Landeoperationen, die Halbinsel zurückzuerobern. Nach der Abwehr dieser Angriffe wurde Hitzfeld am 17. Januar 1942 als 65. Soldat der Wehrmacht mit dem Eichenlaub ausgezeichnet.
Während des Vormarsches zum Kaukasus erlitt er am 15. August seine fünfte Verwundung, so daß er das Verwundetenabzeichen in Gold erhielt. Nach seiner Genesung übernahm Hitzfeld Mitte Januar 1943 die Führung der 102. Infanterie-Division im Raum Rschew. Während der Abwehrkämpfe dort am 1. April 1943 zum Generalmajor befördert, folgte die Verlegung in den Raum Orel. Seit dem 8. November 1943 Generalleutnant, wurde Hitzfeld im gleichen Monat Kommandeur der Infanterie-Schule in Döberitz. Im November 1944 kehrte er an die Front zurück, um im Westen das LXVII. Armeekorps zu übernehmen. Am 1. März 1945 zum General der Infanterie befördert, führte Hitzfeld seine Truppen auf dem Rückzug bis in den Harz, wo er am 19. April 1945 in US-amerikanische Gefangenschaft geriet.
Von Juli 1948 bis Juni 1963 arbeitete er bei der Firma Teroson in Heidelberg, wo er zum Abteilungsdirektor aufstieg. Otto Hitzfeld, der Onkel des erfolgreichen Fußballtrainers Ottmar Hitzfeld, starb am 6. Dezember 1990 in Dossenheim.
Kommentare 0
Noch keine Kommentare. Schreiben Sie den ersten!