26. Oktober 1918: General Ludendorff nimmt Abschied

26. Oktober 1918: General Ludendorff nimmt Abschied
Foto: DMZ-Archiv

Am 26. Oktober 1918 wurde der General der Infanterie Erich Ludendorff – offiziell auf eigenen Wunsch hin – von Kaiser Wilhelm II. zur Disposition gestellt und von seinen Aufgaben als Erster Generalquartiermeister entbunden. Einen Monat zuvor hatte er von der deutschen Politik ein Ende des Krieges gefordert.

Erich Ludendorff war am 9. April 1865 in der Provinz Posen geboren worden und erklomm rasch die Karriereleiter im preußischen Offizierskorps. Nur wenige Tage nach Kriegsbeginn eroberte die spontan von ihm übernommene 14. Infanterie-Brigade im Handstreich die Festung Lüttich. Hierfür erhielt der „Held von Lüttich“ den Pour le Mérite. Diese Tat war zudem ausschlaggebend dafür, daß Ludendorff an die bedrohte Ostfront versetzt wurde, um dort zusammen mit Hindenburg die Lage zu bereinigen. Als treibender Organisator konnte er die Situation tatsächlich meistern, und 1916 übernahm das Duo Hindenburg/Ludendorff dann die Dritte Oberste Heeresleitung, in der Ludendorff sich ebenfalls als strategischer Kopf erwies. Nach dem Scheitern der letzten Offensive im Westen sah er allerdings keine Möglichkeit zum Sieg mehr und wurde ersetzt.

Nach dem Krieg engagierte sich Ludendorff politisch, verlor jedoch an Einfluß. 1937 verstarb der General in München.

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