30. Oktober 1919: Ritterkreuzträger Hermann Buchner wird geboren
Hermann Buchner gehörte mit 12 Abschüssen zu den erfolgreichsten Düsenjägerpiloten des Zweiten Weltkriegs. Am 30. Oktober 1919 in Salzburg geboren, trat Buchner 1937 in die österreichische Luftwaffe ein. Nach dem Anschluß Österreichs an das Deutsche Reich konnte er seine fliegerische Ausbildung fortsetzen. Als Unteroffizier diente er anschließend selber als Fluglehrer an der Jagdfliegerschule 1 in Werneuchen und anderen Einheiten.
Als Feldwebel kam Buchner am 26. April 1942 zur 8. Staffel des Schlachtgeschwaders 1, die als selbständige Panzerjäger-Staffel aufgestellt worden war. Ab Mai kam das Geschwader während der Kämpfe um die Halbinsel Kertsch zum Einsatz. Bereits während der ersten Flüge gegen Brücken, Bunker, Nachschubwege und Truppenansammlungen zeigte sich Buchners fliegerisches Talent. Schon am 24. Juni 1942 erhielt er das Eiserne Kreuz 2. Klasse, am 18. Juli folgte die Verleihung des EK I, und am 17. Oktober 1943 wurde er mit dem Deutschen Kreuz in Gold ausgezeichnet.
Im Oktober 1943 erfolgte eine Umgliederung der Schlachtfliegerverbände, so daß Buchner nun als Schwarmführer in der 6. Staffel des SG 2 „Immelmann“ flog. Zum Oberfeldwebel befördert, schoß er allein vom 12. Februar bis zum 9. Mai 1944 über der Krim 23 Feindflugzeuge – darunter 13 Jagdflugzeuge – ab. Auch im Kampf gegen Panzer bewährte sich Buchner, so daß ihm nach über 500 Feindflügen am 20. Juli 1944 das Ritterkreuz verliehen wurde. Auf 613 Feindflügen konnte Buchner 46 Luftsiege erringen und 46 Panzer sowie einen Panzerzug vernichten. Anschließend als Fluglehrer eingesetzt, folgte am 1. November 1944 seine Versetzung zum Erprobungs-Kommando Lechfeld, wo die Umschulung auf den Düsenjäger Messerschmitt Me 262 erfolgte. Bereits am 26. November gelang ihm bei seinem ersten Einsatz der Abschuß einer „Lightning“. Ab Dezember flog Buchner in der 9. Staffel des Jagdgeschwaders 7 und ab dem 18. März 1945 in der 10. Staffel. Beim Einsatz in der Reichsverteidigung konnte er insgesamt 12 Luftsiege erringen, womit er zu den drei erfolgreichsten Me‑262-Piloten gehörte.
Buchner blieb auch nach dem Krieg der Fliegerei treu. Der Mitgründer des Aero-Clubs Salzburg arbeitete als Fluglehrer an der Segelflugschule Zell am See. Mit dem Neuaufbau der österreichischen Streitkräfte kehrte Hermann Buchner in den Soldatenberuf zurück. Zunächst als Fluglehrer und Technischer Offizier eingesetzt, stieg er schließlich zum Oberst und zum Kommandanten des Fliegerhorstes Linz-Hörsching auf. Für seine Verdienste wurde er mit dem Silbernen und Goldenen Ehrenzeichen der Republik Österreich ausgezeichnet. Hermann Buchner starb am 1. Dezember 2005 in Hörsching.
Kommentare 0
Noch keine Kommentare. Schreiben Sie den ersten!