Vor 38 Jahren: Tod von Oberstleutnant Diedrich Bruns

Vor 38 Jahren: Tod von Oberstleutnant Diedrich Bruns
Foto: sick-street-photography / Pixabay (Pixabay-Lizenz)

Diedrich Bruns wurde am 17. März 1897 auf Hof Potenburg bei Tossens an der Nordsee geboren. Er meldete sich als Freiwilliger und trat am 14. August 1914 in die Ersatzabteilung des Ostfriesischen Feldartillerie-Regiments Nr. 62 in Oldenburg ein. An der Westfront wechselte er zum Infanterie-Regiment 91. Nach dem Offi zierslehrgang folgten am 22. März 1915 die Beförderung zum Leutnant der Reserve und die Versetzung zur MG-Scharfschützenkompanie in Lüttich. Mitte 1916 wurde er Kompaniechef in der MG-Scharfschützenabteilung 18. Bruns kämpfte 1916 an der Ostfront und anschließend wieder im Westen. Er wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. und 1. Klasse ausgezeichnet. Seine Entlassung aus dem Wehrdienst erfolgte am 17. Januar 1919.

Diedrich Bruns absolvierte Wehrübungen, wurde im März 1938 zum Oberleutnant der Reserve befördert und nahm am 1. Oktober 1938 am Einmarsch in das Sudetenland teil. Am 17. Juli 1939 trat Bruns in die Wehrmacht ein, die Beförderung zum Hauptmann d. R. erfolgte am 27. August 1939. Seit dem 1. Dezember Chef der 4. Kompanie des Infanterie-Regiments (IR) 16, kämpfte Bruns in Polen und Holland. Für seine Leistungen erhielt er am 26. Juni 1940 die Spange zum Eisernen Kreuz (EK) 2. Klasse. Im Juni 1941 folgte der Rußlandfeldzug, in dem er am 12. Juli am Dnjestr verwundet wurde. Für seine Erfolge beim Vormarsch wurde Bruns am 17. August 1941 mit der Spange zum EK I ausgezeichnet. Nach dem Aufenthalt im Lazarett Dorna-Vatra kam er am 28. August 1941 in den Stab des IR 16, um später das II. Bataillon zu übernehmen. Im Rahmen der 22. Infanterie-Division ging der Vormarsch in Richtung Krim weiter. Seine Leistungen wurden am 2. Februar 1942 mit dem Deutschen Kreuz in Gold honoriert.

Im Juni 1942 kam es bei der Eroberung der Festung Sewastopol zu schweren Kämpfen. Bei der Erstürmung des Panzerbergs trat Bruns aus eigenem Entschluß zum Angriff an, so daß wichtige Bollwerke genommen werden konnten. Beim Sturm auf die Denkmalshöhe wurde Bruns am 29. Juni durch einen Scharfschützen am linken Unterschenkel verwundet, so daß ein langer Lazarettaufenthalt folgte. Für seine Leistungen in Sewastopol erhielt Diedrich Bruns am 9. August 1942 das Ritterkreuz. Am 18. Dezember 1942 folgte die Beförderung zum Major der Reserve.

Vom 6. November 1943 bis 30. April 1944 kommandierte Bruns das Grenadier-Ersatzregiment 22 in Oldenburg. Nach einem Kuraufenthalt in Bad Gastein übernahm er am 1. Juni 1944 das Grenadier-Regiment 16 an der Balkanfront. Hier erfolgte am 1. September 1944 die Beförderung zum Oberstleutnant der Reserve. Am 14. Mai 1945 geriet er in jugoslawische Gefangenschaft, aus der er fl iehen konnte. Er erreichte am 1. Juli 1945 den väterlichen Bauernhof, der sich noch heute in vierter Generation im Familienbesitz befi ndet. Diedrich Bruns starb am 29. Oktober 1988 in Oldenburg.Oberstleutnant Diedrich Bruns

Kommentare 0

Noch keine Kommentare. Schreiben Sie den ersten!

Kommentar schreiben

Keine Anmeldung nötig. Ihr Kommentar wird nach Prüfung durch die Redaktion freigeschaltet. Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.