Seedrohnen attackieren israelisch-liberianisches Containerschiff im Schwarzen Meer
Am 28. Oktober 2026 wurde das unter liberianischer Flagge fahrende Containerschiff Contship Jet vor der bulgarischen Küste von drei bewaffneten unbemannten Überwasserfahrzeugen getroffen. Das Schiff, das von der israelischen Reederei ZIM gechartert war, befand sich auf dem Weg nach Constanța in Rumänien. Es lag zum Zeitpunkt des Angriffs etwa 16 bis 21 Seemeilen vor der bulgarischen Küste.
Die Contship Jet erlitt schwere Schäden. Alle 18 Besatzungsmitglieder konnten das Schiff verlassen und wurden von der bulgarischen Marine und Grenzpolizei gerettet. An Bord befanden sich 421 Container. Berichten zufolge ist das Schiff nach den Treffern gesunken.
Nach israelischen Angaben ähnelten die eingesetzten Systeme den ferngesteuerten Speedbooten, die von den Huthi im Roten Meer verwendet werden. Die zugrunde liegende Technologie wird iranischem Ursprung zugeschrieben. Ein direkter Nachweis, daß Iran oder eine von Teheran unterstützte Gruppe den Angriff durchgeführt hat, liegt jedoch nicht vor. Die Einschätzung bezieht sich lediglich auf die technische Ähnlichkeit der Drohnen.
Vertreter von NATO-Staaten in der Region verurteilten den Vorfall und verwiesen auf die wachsende Bedrohung ziviler Schifffahrt durch bewaffnete Seedrohnen. Solche Systeme können mit vergleichsweise geringem Aufwand auch größere Handelsschiffe angreifen und gefährden wichtige Seewege.
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